Mensch und Wolf
Vorwort:
Diese Geschichte entstand am 29.6.2024 und ist jetzt fast 2 Jahre her. Daher hat sie nicht denselben Stil beziehungsweise dieselbe Schreibweise wie die anderen Geschichten auf dieser Seite. Da ich mir aber trotzdem viel Mühe und Zeit dafür genommen habe, sie zu schreiben, habe ich mich dafür entschieden, sie zu lassen wie sie ist.
Letztes Wochenende war ich auf der Dingdener Heide und sah dieses Schild (unten beigefügt*).Als ich es las, kam mir diese Geschichte in den Kopf: Eines Tages ging ein Reh auf Futtersuche und fraß viele leckere Himbeeren am Wegesrand von einem Busch. Als das Reh am nächsten Tag wieder auf Futtersuche ging, roch es einen Wolf, der in der Nacht auch über diesen Weg gegangen sein musste. Das Reh interessierte sich nicht weiter für den Geruch und fraß Haselnüsse von einem anderen Strauch. Doch irgendwann roch es immer mehr nach Wolf und das Reh hörte raschelnde Blätter und knackende Stöcker hinter sich im Gebüsch. Das Reh drehte sich blitzschnell um und sah plötzlich etwas graues im Busch. Als nun auch noch eine Wolfsschnauze aus dem Gebüsch kam, wusste das Reh, das sich dort im Gebüsch ein Wolf versteckt hat. Doch das Reh war mutig und rannte nicht weg. Als der Wolf aus dem Gebüsch sprang, viel er das Reh nicht an, sondern fragte es: „Willst du mein Freund sein?“ Das Reh lehnte ab, aber es sagte: „Ich möchte nicht dein Freund sein, aber ich möchte mich öfter mit dir treffen.“ So freundeten sich das Reh und der Wolf zwar nicht an, aber mochten sich recht gerne.
Das war die Geschichte vom Reh und dem Wolf, die im selben Wald lebten und sich trotzdem vertragen hatten.
*Steht nicht so im Original
